
Die
ZukunftsWerkstatt Verkehr hatte zu Beginn des
Jahres 2009 das
Glück von einem Bekannten zu erfahren, dass in der Nähe
ein
Elektrofahrzeug namens
CityEl
in einer Scheune stand, das nicht mehr
fahrbereit war.
Die Abholung
Natürlich interessierte uns dieses Elektroauto. Wir
erfuhren, dass dieses CityEl seit über 10 Jahren nicht
mehr gefahren
ist. Der Besitzer hatte keine Verwendung mehr dafür und so
konnten wir
den roten CityEl Ende März 2009 zu uns nach Hause holen.
Das CityEL ist ein
dreirädriges Leichtfahrzeug mit Elektroantrieb
für eine
erwachsene Person und einem Notsitz für ein Kind mit max.
32 kg.
Eigentlich sind diese Fahrzeuge schon Klassiker, seit 1987
gebaut und
mit über 5000 verkauften Exemplaren das meistverkaufte
Elektrofahrzeug
in Europa. Für alle, die mehr über das CityEl erfahren
wollen, hier der
Link
zur Wikipedia-Seite vom
CityEL
.

Der Zustand unseres CityEL
Das Fahrzeug gehört zu den eher
seltenen Ausführungen, weil es sich um ein Cabrio handelt.
Nachdem wir
das Auto geholt hatten, haben wir uns einen Überblick über
den Zustand
verschafft. Auf den ersten Blick war das CityEl in gar
keinem so
schlechten optischen Zustand, abgesehen von Staub,
Schmutz und
Spinnweben. Es war alles vorhanden und auch das
Cabrioverdeck war
absolut in Ordnung.

Die
drei Reifen waren natürlich kaputt und
in der oberen Schale war ein kleiner Riss. Wie auf den
Fotos zu sehen,
besteht das CityEl aus 2 Teilen, der unteren Wanne, die
Räder, Antrieb
und Fahrer aufnimmt und einer oberen, mit dem eigentlichen
Verdeck, den
Scheiben und dem Lenkrad.
Doch ein Blick in den innersten CityEl ließ uns geschockt
zurückweichen. Die Elektronik unter dem Sitz, es müssen
Teile der
Antriebs und Ladeelektronik gewesen sein, waren total von
Mäusen
zerfressen. Als Beweis befand sich noch eine tote Maus
zwischen den
vielen bunten teilweise blank genagten Kabeln.
Die restliche Elektronik im
Cockpit und seitlich in der oberen Schale war scheinbar in
Ordnung.
Leider ist die Elektronik im CityEl nicht modular
aufgebaut, sondern
sie ist ein komplexes Ganzes, das den Tausch von Teilen
fast unmöglich
macht. An Batteriekasten und Fahrwerksteilen, ebenso am
Elektromotor
hatte der Rost schon arg gefressen.
Überlegungen zum CityEL
Ein erster Test mit einer 12 Volt Batterie, die wir an den
Elektromotor
direkt angeschlossen haben, hat gezeigt, dass der Motor
noch
funktionierte. Sogar eine kleine Testfahrt war möglich.

Doch
die
großen Schäden an der Elektronik ließen uns von einer
reinen
Reparatur des Fahrzeuges Abstand nehmen.
Selbstverständlich wäre es
möglich gewesen eine vollständige Restaurierung
vorzunehmen und den
CityEL wieder in den Urzustand zu versetzen. Ersatzteile
für diesen Typ
gibt es angeblich noch, auch wenn es mit erheblichen
Kosten verbunden
gewesen wäre. Da wir aber als Verein ZukunftsWerkstatt
Verkehr auch die
Verbesserung von Fahrzeugen im Auge haben, wollten wir ihn
wirklich
verbessern und als Basis für Antriebstests heranziehen.
Und das geht
nur mit einem neuen Antrieb, denn der alte war nicht
unbedingt das, was
man als zeitgemäßen Antrieb mit gutem Wirkungsgrad
bezeichen würde.
Daher werden als nächstes
Überlegungen und Planungen für einen neuen
Antrieb stattfinden.
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