Idee und Konzept
Die
Umweltbelastung durch den Fahrbetrieb von großen Schiffen aller Art hat
in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Genauso können kleinere
Boote auf Binnengewässern in sensiblen Gebieten die Umwelt zusätzlich
zu Straßenverkehr und Industrie beeinträchtigen.
Wir
haben einen Antrieb für Schiffe und Boote gesucht, der als
Alleinantrieb gleich einsetzbar ist wie als Hilfsantrieb für große
Fracht- und Tankschiffe.
Das Segel ist seit Jahrhunderten die umweltfreundlichste Antriebsart
für Schiffe und Boote, auch wenn sich dessen Einsatz heute nur mehr auf
Freizeitboote beschränkt. Die großen Frachter verwenden das Segel nicht
mehr, aber man plant zwecks Treibstoffreduktion diese Schiffe von
großen Drachenschirmen ziehen zu lassen. Ziel ist es den Wind, der auf
See fast immer und überall verfügbar ist, zu nutzen.
Entwickler, wie Savonius und Flettner haben sich mit ihren Ideen nicht
durchsetzen können. Wir haben als Basis unserer Überlegungen den
Savonius-Rotor genommen, weil er ein einfacher, robuster, den Wind
nutzender Rotor, ist.
Der Harbusch-Schiffsantrieb ist keine neue Erfindung, sondern eine
Konzeption eines Schiffsantriebes, der aus bekannten Komponenten
zusammen gesetzt ist und in dieser Form noch keine Verbreitung gefunden
hat.
Folgende Kriterien wurden
von uns festgelegt:
1) weitestgehend energieunabhängig bei kleinen Schiffen
2) gute Manövrierbarkeit, unabhängig von Windrichtung
3) kostengünstig in der Herstellung
4) Ganzjahreseinsatz bei jeder Wetterlage
5) Nachteile von Segelschiffen und konventionellen Motorschiffen
kompensieren
6) Hilfsantrieb zur Treibstoffreduktion bei konventionellen
Motorschiffen
Ein paar prinzipielle
Überlegungen
Ein großer Vorteil des Savoniusrotor in Verbindung mit dem Harbusch
Schiffsantrieb ist seine Robustheit und Einfachheit. Er baut nicht so
hoch wie die Masten der Segelschiffe und ist bei Starkwind oder Sturm
noch immer einsatzfähig. Je nach Bauart liefert er ein gutes
Drehmoment, allerdings bei nur sehr geringen Drehzahlen. Also sollte
dieser Rotor nur zusammen mit großen (mehrblättrigen) Schiffsschrauben
eingesetzt werden, um einen guten Wirkungsgrad zu erhalten. Aus diesem
Grund ist er auch nur für niedrige Geschwindigkeiten sinnvoll
einsetzbar. Für kleine, schnelle Sportboote und Geiter ist er nicht
geeignet.
Der Harbusch Schiffsantrieb soll als direkter Antrieb, der Rotor wirkt
direkt auf die Schraube, oder als indirekter Antrieb, der Rotor erzeugt
über einen Generator Strom, der dann über einen Elektromotor die
Schraube antreibt, verwendet werden.
Wie
weit diese Vorgaben berücksichtigt werden können und welche Kriterien
in der Praxis umsetzbar sind, wird in nächster Zeit geklärt. Da
Versuchsreihen und reale Projekte zum Nachweis der technischen
Umsetzbarkeit des Harbusch-Schiffsantriebes im Laufen bzw. in der
Planung sind, können dazu auch erst etwas später konkrete Aussagen
getätigt werden.
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