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Harbusch Schiffsantrieb  -  Direkt-Rotorantrieb
Der alternative Antrieb für Schiffe und Boote

Harbusch Rotor-Schiffsantrieb

Die Technik des Direktantriebs mit eMotor

Der Harbusch-Schiffsantrieb ist eine Kombination aus bestehenden Antriebskomponenten und keine neue Erfindung. Er zählt zu den Rotorantrieben, so wie auch beispielsweise der Flettnerantrieb für Schiffe. Man kann in diesem speziellen Fall auch von einem Rotorsegler sprechen, da der Wind der Hauptenergielieferant für den Vortrieb ist, jedoch die eigentliche Umsetzung des Vortriebs übernimmt eine konventionelle Schiffsschraube, wie bei einem Motorschiff.
Die Funktion des Savonius Rotor

Aus welchen Komponenten setzt sich der Harbusch-Schiffsantrieb zusammen?
Vertikalrotor, Welle, Winkelgetriebe, Kupplungen, Motor (vorrangig Elektromotor), Stevenrohr, Antriebsschraube.

Wie funktioniert der Harbusch-Schiffsantrieb, wenn der Rotor direkt auf die Antriebswelle wirkt?
Als Vertikalrotor kommt in diesem Fall ein Savonius-Rotor zu Einsatz. Die vom Savonius-Rotor erzeugte Drehenergie wird über eine vertikale Antriebswelle auf ein Kegelrad-Winkelgetriebe übertragen. Je nach verwendeter Schiffsschraube (Durchmesser und Steigung) können hier andere Übersetzungen als 1:1 zum Einsatz kommen. Vom Winkelgetriebe wird das Drehmoment über eine horizontale Welle auf das Stevenrohr und weiter zur Schiffsschraube übertragen. Verbindungselement der Horizontalachse zum Stevenrohr kann ein Kardangelenk sein. Ebenso wird die Horizontalwelle über Kupplungen verfügen, die einerseits den Savonius-Rotor von der Schiffsschraube trennen und andererseits den Motor zu- und abschalten können.

Schema Direktrotor-Antrieb

Verschiedene Fahrmodi sind für den Direktantrieb denkbar:
1) reiner Rotorantrieb, der Savonius-Rotor ist direkt mit der Schiffsschraube verbunden, Motor ist abgekuppelt
2) reiner Motorantrieb, der Rotor ist abgeschaltet und dreht leer (kein Wind oder Manövrieren im Hafen)
3) Rotorantrieb ist eingeschaltet und der (in diesem Fall muss es einer sein) ELEKTROMOTOR ist ebenfalls eingekuppelt und liefert Energie für die Antriebsbatterien.

Warum besteht der Harbusch-Schiffsantrieb gerade aus diesen Komponenten?
Der Savonius-Rotor liefert bei sehr niedrigen Drehzahlen ein sehr gutes Drehmoment. Das ist natürlich abhängig von der Windgeschwindigkeit und den Abmaßen der Rotors. Großer Durchmesser bewirkt auch ein hohes Drehmoment. Der direkte Antrieb über ein Getriebe zur Schiffsschraube garantiert die geringsten Verluste im Antriebsstrang. Geringe Drehzahlen und ein großes Drehmoment lassen sehr große Schiffsschrauben mit entsprechenden Steigungen und Blattformen zu, die wiederum zu geringen Schiffsschrauben-Schlupf führen. Und das bedeutet, dass der Wirkungsgrad der Umsetzung der Vortriebskraft unter Wasser maximal werden kann.
Zur Steigerung des Antriebsdrehmomentes bei größeren Booten oder Schiffen lassen sich auch mehrere Rotoren hintereinander anordnen.
Der Aufbau des Harbusch-Schiffsantriebs ist denkbar einfach und unkompliziert. Sinnvollerweise wird der Savonius-Rotor mit einem Elektromotor kombiniert. Auf diese Art und Weise lässt sich ein Schiffsantrieb realisieren, der mit Akkus geringer Kapazität auskommt, was dem Gesamtgewicht des Schiffes entgegen kommt.

Welche Voraussetzungen stellt der Harbusch-Schiffsantrieb an den Schiffsrumpf?
Der Harbusch-Schiffsantrieb ist ein umweltfreundlicher, ökologischer Antrieb für niedrige bis mittlere Geschwindigkeiten und kein High-Speed-Antrieb. Beispiel MotorbootDaher sind Gleiterrümpfe nicht sinnvoll. Verdrängerrümpfe sind generell gut geeignet, aber ideal sind strömungsgünstige Rumpfformen, wie die von Segelschiffen.

Wo kann der Harbusch-Schiffsantrieb eingesetzt werden.
Im Prinzip bei fast allen Schiffen, von der kleineren Segeljacht (1-2 Rotoren) bis zu den großen Tank- und Containerschiffen mit einer entsprechenden Anzahl von großen Rotoren, so angeordnet, dass sie den Be- und Entladevorgang nicht behindern.

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